Gemeinsames Lernen

So viel Gemeinsamkeit wie möglich – so viel individuelle Förderung wie nötig.

Unser Schwerpunkt liegt auf der inneren Differenzierung. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf nicht gesondert gefördert werden. Entsprechend des Einsatzes der Kolleginnen und Kollegen der Förderschulen und einer möglichen Doppelbesetzung, werden die Schüler, entsprechend des Bedarfes, gesondert beschult. In den anderen Unterrichtszeiten werden sie binnendifferenziert unterrichtet bzw. arbeiten selbstständig an bereitgestelltem Material. Die Schülerinnen und Schüler  können, je nach Förderbedarf, auch zielgleich unterrichtet werden.

So viel Klassenlehrer/-innenprinzip wie möglich, so viel Fachlehrer/-inneneinsatz wie nötig.

Das Prinzip des Klassenlehrer/-inneneinsatzes wird in der KTS bisher schon gepflegt, um für die Schülerinnen und Schüler eine gewisse Konstanz der Bezugspersonen zu erreichen. Dieses Prinzip ist für das ‚Gemeinsame Lernen‘ selbstverständlich noch dringlicher, da die Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf noch empfindlicher auf einen Wechsel der Bezugspersonen reagieren, als die Mehrheit der anderen Regelschülerinnen und -schüler. Da viele Klassen der Schule zudem auch ein Klassenteam mit zwei Lehrerinnen und Lehrer hat, ist diese Voraussetzung recht günstig für die intensive Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Der Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer muss dementsprechend dann auch mal fachfremd erfolgen, ohne dass es zu Lasten der fachlichen Qualität geht.

Ein interdisziplinäres Team benötigt Zeit, um zusammenzuwachsen – die Schülerinnen und Schüler benötigen feste Bezugspersonen.

Langfristig gesehen ist es für uns wichtig, dass die Klassenlehrer/-innenteams, bestehend aus Regelschullehrern/-innen und Sonderpädagogen/-innen, kontinuierlich über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten können. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass gerade die Schülerinnen und Schüler mit emotionalem und sozialem Förderbedarf enorm abhängig von den jeweiligen Bezugspersonen sind. Vor allem bei ihnen zeigte es sich, dass sie bei einem Wechsel der Lehrerpersonen unruhig und auffällig reagieren. Das macht deutlich, wie wichtig die Klassenlehrer/-innen als Bezugspersonen sind und fordert vom System der Schule eine Umstellung des Fach- bzw. Vertretungslehrereinsatzes. Es bedeutet aber auch, dass im GL ein zusätzliches Förderziel für die Schülerinnen und Schüler ist, sich auf wechselnde Situationen und Menschen einstellen zu lernen.